| 2007 - Frau und Herr Enke |
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Frau und Herr Enke / Neustadt a. d. Weinstraße Vom 17. April bis zum 10. Mai 2007 haben wir auf Grundlage einer intensiven und - wie sich herausstellen sollte - hervorragenden Beratung durch KOLIBRI-REISEN die beiden Karibik-Inseln Trinidad und Tobago besucht. Nach unserer Ankunft mit Martin-Air (auch hier kann man ohne Weiteres sagen: es hat alles geklappt) auf dem Crown Point International Airport auf Tobago wurden wir abgeholt und zu unserer Unterkunft für die ersten drei Nächte in das Toucan Inn gebracht. Zum Toucan Inn fällt uns eigentlich nur ein, dass es sich um ein sehr familiäres, kleines Ferienhotel handelt, das wir mit Sicherheit wieder wählen würden: auch wenn es sich nicht um ein "5-Sterne-Hotel" handelt, ist der Gast dort König. Die gesamte Belegschaft - ohne Ausnahme - war jederzeit freundlich und hilfsbereit. Das Frühstück war quasi perfekt, es hat an nichts gemangelt, die Dinner-Karte beinhaltet sowohl Regionales als auch Internationales… Die Lage des Toucan Inn, erlaubt es, auch zu Fuß (ca. 20 Minuten) zum wohl immer noch zumindest zweitschönsten Strand der Insel, Pigeon Point zu laufen, aber auch die Taxifahrt ist mit 35 Trinidad & Tobago-Dollar erschwinglich. Wer´s kürzer mag: Store Bay ist lediglich 10 Fuß-Minuten entfernt. Ab Store Bay unternahmen wir übrigens auch – irgend etwas muss man ja schließlich doch tun – eine Tour mit einem Glasbottom-Boat. Unser Résumé: durchaus lohnenswert. Das Mount Plaisier Estate Hotel ist ebenfalls ein einfacheres und kleines Hotel, aber in traumhafter Lage direkt am Atlantik (herrlicher Strand). Zur Begrüßung konnten wir gleich eine (verspätet eingetroffene – sie kommen eigentlich immer nachts an Land) Lederrückenschildkröte bei der Eiablage beobachten. Während unseres dreitägigen Aufenthaltes konnten wir registrieren, dass die meisten Gäste des Hotels lediglich eine Nacht bleiben, dies wohl ausschließlich, um die großen Leder-Schildkröten zu sehen. Wir halten das für einen Fehler: Das Hotel selbst, aber auch die nähere Umgebung ist einen längeren Aufenthalt wert (Wanderungen, Baden, Erholung, Kontakt mit Einheimischen….). Am Montag, dem 23. April wurden wir abgeholt und nach Arima in die Chateau Guillaumme - comfort zone“ gebracht. Wir können nur sagen: der Name ist Programm! Auch wenn es sich „nur“ um ein Guesthouse handelt, haben wir uns hier unglaublich wohl gefühlt und erstmals bereut, lediglich 10 Tage auf Trinidad zu verbringen (übrigens: wer sich an einige weltweit gültige Regeln hält (ich übernachte schließlich auch nicht im Central Park in New York oder auf der Straße im Frankfurter Bahnhofsviertel) reist auf Trinidad ebenso sicher wie in Deutschland). Neben der quirligen Stadt Arima selbst war vor alle der Hausherr im Chateau Guillaumme, Matthew William, verantwortlich für unseren phantastischen sechs Tage in Arima: „I want to make you feel at home“ lautete sein Credo, und so war es dann auch. Er begleitete uns nicht nur bei unseren beiden über Kolibri-Reisen gebuchten Touren (Regenwaldwanderung zum Rio Seco und Caroni-Swamps), sondern fuhr auch mit uns ins Asa Wight Nature Center und an die Atlantikküste im Osten, zeigte uns, wie steels pans „fabriziert“ werden und wie sich die Musik live anhört und und und….. Über unsere Stippvisite in Port of Spain gibt es nicht so arg viel zu berichten: die Hauptstadt der Republik Trinidad & Tobago ist vielleicht die größte, aber sicherlich nicht die schönste Stadt der Karibik (vielleicht hat allerdings auch das Wetter während unseres Besuches einen Anteil an dieser Einschätzung, es war heiß und drückend schwül). Jedenfalls hat Port of Spain architektonisch unserer Einschätzung nach nicht sonderlich viel zu bieten, zum (Schuhe-) Einkaufen eignet sie sich allerdings schon (by the way: auch hier fast alles „made in china). (Dies ist die Einschätzung eines leidgeprüften Ehemanns...) Gelohnt hat sich wiederum unser Ausflug in die Caroni-Swamps (die vielgerühmte abendliche Ankunft der Ibisse ist alleine schon eine Bootstour wert, auch wenn diese prachtvoll rot gefärbten Vögel keinesfalls von Venezuela einfliegen, diese Mär hält sich allerdings hartnäckig. Dass unser Boot zweimal unter einer auf einem Mangrovenbaum ruhenden Baum-Boa durchfuhr, rundete für uns zwar die Bootsfahrt ab (wir sind durchaus erfahrene Australien-Reisende), mag jedoch nicht jedermanns Sache sein. Auch bei dieser Tour war übrigens Matthew – wie auch bei unserer Fahrt nach Waterloo (Hindu Temple By The Sea) ein toller Reisebegleiter und Reiseführer: Er weiß sehr viel über die Insel, und zwar sowohl über Natur und Landschaft als auch über Land und Leute bzw. Geschichte – und er teilt dieses Wissen auch mit. Einen weiteren Höhepunkt unseres Aufenthaltes stellte sicherlich der Tagesausflug mit Matthew zu den Rio Seco Waterfalls dar: nicht nur, dass die Wanderung (besser: längerer Spaziergang, allerdings auf abenteuerlichem Weg) ein tolles Erlebnis war, auch das Bad unter den Wasserfällen wird uns unvergesslich bleiben. Nicht zuletzt übrigens deshalb, weil wir das seltene Glück hatten einen piping-guan oder Pawi in freier Wildbahn beobachten zu können, dieser Großvogel ist endemisch auf Trinidad (d. h. er kommt ausschließlich dort vor) und er ist leider akut vom Aussterben bedroht. Ein Erlebnis am letzten Abend unseres Aufenthalts auf Trinidad soll hier nochmals verdeutlichen, wie herzlich wir aufgenommen worden sind: „I have a suprise for you“ sagte er am Samstag morgen zu uns. Am späten Nachmittag packte er uns dann zusammen mit seiner Frau Joan, seiner Tochter und seinen beiden Enkeln in den Kleinbus und wir fuhren los. Wohin? Wir erfuhren es erst, als wir ankamen: Das Ziel war Manzanilla Bay, wo wir einen herrlichen Abend (inkl. Rum Punsch und Snacks) am Strand verbrachten. Am nächsten Morgen dann fuhr Matthew uns zum Flughafen (der übrigens näher an Arima als an Port of Spain liegt) und wir flogen (Brutto-Flugzeit vom Ein- bis zum Aussteigen ca. 30 Minuten) nach Crown Point auf Tobago zurück. Hier war denn zunächst „easy going“ angesagt. Zwar hatten wir einen Mietwagen gebucht, den benutzten wir allerdings zunächst ´mal für zwei Tage lediglich, um von Bucht „A“ nach Bucht „B“ zu fahren. An den Linksverkehr „britischen“ Inseln gewöhnt man sich übrigens schnell, die eigentlich doch sehr defensive Fahrweise der Tobagianer tut ein Übriges zum entspannten Autofahren auf dieser Insel (einer der Unterschiede zwischen dem eher hektischen Trinidad und dem doch noch sehr beschaulichen Tobago). Eingangs habe ich geschrieben, Pigeon Point sei der zweitschönste Strand der Insel, da fehlt natürlich der Hinweis auf den schönsten: Unserer Meinung nach ist dies ganz bestimmt die Englishman´s Bay. Erstens ist man hier fernab jeglichen Trubels – übrigens ein Problem, dass zumindest an den Wochenenden ganz offenkundig am Pigeon Point auftritt, es sei denn, man mag das - , zweitens findet man hier ein herrliches Schnorchelrevier: nicht nur eine Vielzahl tropischer Fische, auch eine Seenadel, zwei Muränen und ein Drei-Meter (!) – Rochen „Kolibri-Reiseneuzten“ meinen Weg. Ein highlight, das man sich nicht entgehen lassen sollte, ist der Sonnenuntergang in Castara. Dort gibt es ein ebenso schlichtes wie schönes Restaurant, in dem unmittelbar am Strand auf einer Terrasse bei Rum Punsch und / oder einem guten Essen (Fisch ist hier sehr zu empfehlen) den Sonnenuntergang über der Karibik genießen kann. Ich habe bei der Schilderung unserer Reise ganz bestimmt Etliches vergessen bzw. ausgelassen, denke aber, dass der Tenor schon ´rüber kommt: we`ll come back! Dann werden wir auch den Hinweis berücksichtigen, den wir von Kolibri-Reisen erhielten, als wir darauf bestanden, lediglich zehn Tage auf Trinidad zu verbringen: „Das werden Sie bereuen!“ hieß es – und so ist es auch. 05.06.07 Enke/Neustadt a. d. Weinstraße |
